Leben - Eine philosophische Untersuchung

Beiträge zur Ethik und Biotechnologie, Band 3 (2007)

Dieser Band befasst sich philosophisch mit der Frage "Was ist Leben?" Um den Antwortrahmen abzustecken, wird zunächst gezeigt, warum diese Frage so schwierig zu beantworten ist und warum auch und gerade die Biowissenschaft, welche sich zumindest ihrem Namen nach mit dem Leben beschäftigt, wenig zur Aufklärung dieser Frage beiträgt.

Im Unterschied dazu finden wir in der Philosophie, und zwar von ihrem Beginn an, eine überaus intensive Beschäftigung mit der Frage nach dem Leben. Biophilosophische Theorien des 20. Jahrhunderts greifen in origineller Weise auf diese Positionen zurück und machen von unterschiedlichsten Ansätzen ausgehend die Selbstbezüglichkeit von Leben deutlich.

Der so gewonnene Lebens-Begriff wird an Entwürfen "künstlichen Lebens" getestet, also an den Entwürfen der Computerwissenschaft und den Projekten der Synthetischen Biologie. Dabei wird untersucht, ob und inwiefern der Lebens-Begriff hier anwendbar ist.

Zum Abschluss der Untersuchung wird die Selbstbezüglichkeit von Lebendigem noch einmal aufgegriffen. Jüngste naturwissenschaftliche Beobachtungen lassen sich demnach dahingehend deuten, dass Leben sich in der Stiftung von Sinn und Bedeutung artikuliert. Diese Auffassung wird von der Biosemiotik erläutert.

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Letztes Update: 23.11.2018

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Autor

Andreas Brenner lehrt als Privatdozent Philosophie an der Universität Basel, zuletzt erschien von ihm "Bioethik und Biophänomen. Den Leib zur Sprache bringen", Würzburg 2006.