Genome Editing und Gentherapie in der Veterinärmedizin

Beiträge zur Ethik und Biotechnologie, Band 14 (2021)

Dieser Band befasst sich mit Genome Editing Verfahren in der Veterinärmedizin. Er klärt, welche gentherapeutischen Massnahmen zukünftig möglich sind bzw. aktuell angestrebt werden und zielt auf ein besseres Verständnis der Vor- und Nachteile dieser Anwendungen in moralischer Hinsicht ab. Hierbei erfolgt nicht nur eine ethische Diskussion wesentlicher

Kriterien und normativer Bezugspunkte veterinärmedizinischer Praxis, es wurde auch eine Befragung durchgeführt: Wie schätzen Expertinnen und Experten, die im Feld der neuen Verfahren forschen, die Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen der Mensch-Tier-Beziehung ein? Welche Szenarien erscheinen ihnen in moralischer Perspektive wünschenswert? Welche lehnen sie ab?

Das Gutachten zeigt, dass die Diskussion von Genome Editing in der Veterinärmedizin über Fragen des tierlichen Wohlbefindens hinausgeht. Inwieweit führen die neuen Verfahren zu einer Stabilisierung der Instrumentalisierung von Tieren? Konkrete Anwendungen lassen sich demnach nicht von grundsätzlichen Fragen der Mensch-Tier-Beziehung trennen. Die neuen Technologien werfen neues Licht auf bestehende Dynamiken.

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Letztes Update: 04.03.2021

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Autoren

Herwig Grimm ist Professor am Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität, Medizinischen Universität und Universität Wien und dort Leiter der Abteilung Ethik der Mensch-Tier-Beziehung. Zu seinen Forschungsgebieten gehören die Tierethik, die veterinärmedizinische Ethik sowie Grundlagen- und Methodenfragen der angewandten Ethik.

Christian Dürnberger ist Post-Doc am Messerli Forschungsinstitut, Abteilung Ethik der Mensch-Tier-Beziehung. Seine Forschungsschwerpunkte sind ethische Fragen der Landwirtschaft und veterinärmedizinische Ethik