Biosecurity und Publikationsfreiheit

Beiträge zur Ethik und Biotechnologie, Band 11 (2014)

Die Frage, ob bzw. unter welchen Umständen die Publikation von Forschungsdaten aufgrund deren Missbrauchspotentials beschränkt werden kann, hat in der jüngeren Vergangenheit an Aktualität gewonnen. Die vorliegende Studie beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen den Grundrechten der Forschenden einerseits und den Biosecurity-Risiken, die durch die Veröffentlichung heikler Forschungsdaten geschaffen werden, anderseits. Spezifische Herausforderungen resultieren dabei aufgrund von drei Umständen: Erstens lässt sich die Verbreitung von Wissen nicht auf dieselbe Weise kontrollieren wie jene von tangiblen Gütern. Zweitens liegt die Distribution wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht nur im Interesse der Forschenden, sondern auch im öffentlichen Interesse. Und drittens ist die Entscheidfindung auf diesem Gebiet mit verschiedenen Ungewissheiten konfrontiert. Im Hinblick auf deren Bewältigung wird nach der Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit in ausgewählten Referenzgebieten und ihrer Adaptierbarkeit auf die vorliegende Problematik gefragt.

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Letztes Update: 20.11.2018

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Autor

Daniela Thurnherr ist Inhaberin einer Professur für Öffentliches Recht an der Universität Basel. Ihre Schwerpunktgebiete umfassen unter anderem das allgemeine Verwaltungsrecht, das Umweltrecht und das öffentliche Prozessrecht.