Animal Enhancement - Neue technische Möglichkeiten und ethische Fragen

Beiträge zur Ethik und Biotechnologie, Band 7 (2010)

Die derzeit intensiv geführte Debatte über ethische Aspekte des „Human Enhancement“ wirft auch ein neues Licht auf die wissenschaftlich-technische „Verbesserung“ von Tieren. Zwar ist „Animal Enhancement“ in vielerlei Hinsicht ein altbekanntes Phänomen. Vor allem in der Landwirtschaft werden Tiere seit langem gezielt verbessert, und einige Tierversuche lassen sich gleichfalls so begreifen. Während aber die Debatte um «Human Enhancement» stark von der Basisunterscheidung zwischen Heilen und Verbessern geprägt ist, ist diese Unterscheidung im Tierbereich weitgehend irrelevant. Durch aktuelle wissenschaftlich-technische Tendenzen ändern sich aber zumindest die Interventionstiefe und potenziell auch die ethische Bedeutung der Eingriffe. Als weltweit wohl erste Studie bietet dieses Buch einen breiten Überblick über Entwicklungen im Bereich der konvergierenden Technologien und Wissenschaften, die für „Animal Enhancement“ relevant sind, und diskutiert in diesem Zusammenhang zentrale ethische Fragen.

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Letztes Update: 21.12.2018

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Autoren

Dr. Arianna Ferrari ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Sie arbeitet dort u. a. zu ethischen und politischen Fragen von Human Enhancement. Weitere Arbeitsfelder sind Tierphilosophie, Technikphilosophie, Philosophie der Biologie und Fragen der anwendungsbezogenen Ethik.

Christopher Coenen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des ITAS und arbeitet dort derzeit u. a. zu den Themen Human Enhancement, Synthetische Biologie und Nanotechnologie.

Prof. Dr. Armin Grunwald ist Leiter des ITAS und des vom ITAS betriebenen Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) sowie Professor für Technikphilosophie und Technikethik am KIT. Seine Arbeitsgebiete sind Theorie und Praxis nachhaltiger Entwicklung, ethische Fragen von Nanotechnologie und der Synthetischen Biologie sowie Theorie und Methoden der Technikfolgenabschätzung.

Dr. Arnold Sauter ist seit 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter des TAB. Nach seiner Promotion in Zoologie und Genetik war er an interdisziplinären Untersuchungen zu einer Vielzahl von Bio- und Medizintechnologien beteiligt, mit Schwerpunkten bei Ergebnissen der Genomforschung und Anwendungen der Gentechnik.