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Published on 27 August 2026

Series “Contributions to Ethics and Biotechnology”

Expert reports commissioned by the ECNH which are of interest to a wider audience are published (in the original language) in a series entitled “Contributions to Ethics and Biotechnology”. These reports provide a basis for consideration of the ethical aspects of biotechnology and serve as working papers for the ECNH. The reports are available to download free of charge. They can be ordered free of charge as paperbacks, whilst stocks last, from the online shop for federal publications.

23 September 2026

Defining Benefit in Animal Research

This volume examines the conceptual, ethical, and practical challenges involved in defining and understanding the notion of benefit in animal research. While the harm dimension of animal experimentation has received considerable attention in the literature, the benefit side remains comparatively underexplored. In light of this gap, the report outlines the practical challenges that arise when defining the notion of benefit in animal research. It presents different approaches to understanding and defining ‘benefit’ in the context of animal research and discusses their respective advantages and disadvantages. Finally, it provides practical recommendations for animal research committee members, researchers, policymakers, and institutions involved in funding and conducting animal research.

Band 20_Defining Benefit in Animal Research.pdf

PDF3.00 MB

31 January 2026

Metaphern. Ihre Rolle für CRISPR und andere Genome Editing-Verfahren

Das vorliegende Gutachten untersucht die Rolle der Genome Editing-Metaphern in den Biowissenschaften. Es geht darum, die historische Genese dieser Metaphern zu verstehen sowie die Transformationen zu analysieren, die sich durch sie gegenwärtig vollziehen. Auf dieser Grundlage soll dargelegt werden, welche Bedeutungseffekte sie im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs entfalten – seien dies intendierte Effekte oder unbewusst ablaufende sprachliche Prozesse. Metaphern bringen in den Wissenschaften nicht nur neue Perspektiven ein, sondern blenden auch Aspekte aus, die ausserhalb des Bildfelds der metaphorischen Beschreibung liegen. Eine historische und systematische Beschäftigung ermöglicht es, eine grössere Sensibilisierung für diese blinden Flecken zu erzeugen, die im wissenschaftlichen Diskurs durch die spezifische Bildlichkeit des Genome Editing entstehen.

Buchreihe 19_Christina Brandt_Metaphern_2026.pdf

PDF4.99 MB

31 December 2024

Veterinärimpfstoffe. Staatliche Verantwortung, wenn wirtschaftliche Anreize fehlen

Viruskrankheiten sind nicht nur für erkrankte Wildtiere eine Gefahr, sie können eine ganze Tierart oder viele Tierarten zugleich betreffen. Es besteht zudem das Risiko, dass sie auf Zoo- und Nutztiere übergreifen und zum Krankheitserreger für Menschen werden. Gefährden Epidemien Wildtiere sowie Zoo- und Nutztiere, erweisen sich fehlende wirtschaftliche An-reize für die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen als Herausforderung. Es wird zu wenig an Impfstoffen geforscht und für Unternehmen lohnt sich die Entwicklung und Produktion nicht. Dieser Band befasst sich mit der wirtschaftsethischen Frage, ob Forschung, Entwicklung und Produktion vor diesem Hintergrund allein dem freien Markt überlassen werden sollen oder ob sich eine staatliche Verantwortung ergibt und wie in diesem Kontext eine durch Patente angestrebte Innovationsförderung einzuordnen ist.

Buchreihe 18_Peter G. Kirchschläger_Veterinärimpfstoffe_2024.pdf

PDF3.33 MB

31 December 2024

Ethik im Ausserhumanbereich. Beiträge zum aktuellen Diskurs

Am 17. Mai 1992 wurde ein neuer Verfassungsartikel über den ausserhumanen Bereich der Gentechnologie mit dem Schutzziel «Würde der Kreatur» in die Schweizer Bundesverfassung aufgenommen. Damit kamen auf die Rechtsetzung und den Rechtsvollzug neue Aufgaben aus dem Gebiet der Ethik zu. Im April 1998 wurde die EKAH als ausserparlamentarische Kommission eingesetzt mit dem Auftrag, den Bundesrat und die Bundesverwaltung in ihrem gesetzlich verankerten Mandatsbereich aus ethischer Sicht zu beraten. Dieser Band versammelt Texte ehemaliger und aktiver Kommissionsmitglieder sowie der Geschäftsstelle. Sie beleuchten aus verschiedenen ethischen und disziplinären Blickwinkeln eine Auswahl aktueller und aktuell bleibender Themen der Kommission und reflektieren die Rahmenbedingungen und Umsetzung des Kommissionsmandats. Der Band ist Klaus Peter Rippe, dem ehemaligen und langjährigen Präsidenten der EKAH, anlässlich seines 65. Geburtstags gewidmet.

Buchreihe 17_EKAH_Ethik im Ausserhumanbereich_2024.pdf

PDF3.69 MB

31 December 2023

Xenotransplantation. Neue gentechnische Möglichkeiten – neue ethische Fragen?

Dieser Band befasst sich mit ethischen Fragen der Xenotransplantation nach Einführung der Genome-Editing-Verfahren. Untersucht wird insbesondere, ob die aktuellen bio- und gentechnologischen Entwicklungen für die Ethik im Ausserhumanbereich neue ethische Fragen aufwerfen oder ob alte ethische Fragen neu zu beantworten sind. Neben der Darstellung der medizinischen und biotechnologischen Grundlagen wird die Xenotransplantation mit Bezug auf die Würde der Kreatur und zeitgenössische Positionen der Ethik der Mensch-Tierbeziehung analysiert und bewertet. Das Gutachten zeigt, dass die Genomeditierung für die Xenotransplantation in Bezug auf die Ethik im Ausserhumanbereich keine qualitativ neuen ethischen Fragen generiert. Die biotechnologischen Entwicklungen sollten jedoch zum Anlass genommen werden, bestehende ethische Fragen in verschärfter sowie dringlicher Weise zu diskutieren.

Buchreihe 16_Samuel Camenzind_Xenotransplantation_2023.pdf

PDF1.95 MB

31 December 2022

Agriculture and Climate Change Ethical Considerations

This volume examines the ethical issues that arise at the intersection of climate change, climate action, and agriculture. Climate change impacts will threaten agricultural production, food security, and food quality around the world and require large-scale adaptation measures in agriculture. Simultaneously, the significance of food related climatic emissions calls for systemic transformations that will change how we eat and will have far-reaching socioeconomic and cultural impacts. To understand the ethical dimensions of this complex issue, the report draws on food and agricultural ethics as well as interdisciplinary food system studies to provide a synthesis of agricultural and food ethics in times of climate change and different ways in which these questions can be approached. The report argues for the importance of adopting a food systems wide perspective on addressing climate change in order to understand the diversity and nature of related ethical questions and of appropriate solutions.

Buchreihe 15_Teea Kortetmäki_Agriculture and Climate Change_2022.pdf

PDF2.73 MB

31 December 2021

Genome Editing und Gentherapie in der Veterinärmedizin. Ein ethisches Gutachten

Dieser Band befasst sich mit Genome Editing Verfahren in der Veterinärmedizin. Er klärt, welche gentherapeutischen Massnahmen zukünftig möglich sind bzw. aktuell angestrebt werden und zielt auf ein besseres Verständnis der Vor- und Nachteile dieser Anwendungen in moralischer Hinsicht ab. Hierbei erfolgt nicht nur eine ethische Diskussion wesentlicher Kriterien und normativer Bezugspunkte veterinärmedizinischer Praxis, es wurde auch eine Befragung durchgeführt: Wie schätzen Expertinnen und Experten, die im Feld der neuen Verfahren forschen, die Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen der Mensch-Tier-Beziehung ein? Welche Szenarien erscheinen ihnen in moralischer Perspektive wünschenswert? Welche lehnen sie ab? Das Gutachten zeigt, dass die Diskussion von Genome Editing in der Veterinärmedizin über Fragen des tierlichen Wohlbefindens hinausgeht. Inwieweit führen die neuen Verfahren zu einer Stabilisierung der Instrumentalisierung von Tieren? Konkrete Anwendungen lassen sich demnach nicht von grundsätzlichen Fragen der Mensch-Tier-Beziehung trennen. Die neuen Technologien werfen neues Licht auf bestehende Dynamiken.

Buchreihe 14_Herwig Grimm et al_Genome Editing_2021_Web.pdf

PDF1.97 MB

31 December 2020

Digitale Sequenzinformationen. Ethische Fragen der Patentierung genetischer Ressourcen und des Eigentums an digitalisierten Sequenzinformationen

Dieser Band befasst sich mit dem Eigentum an digitalisierten Gensequenzen und genetischen Ressourcen überhaupt. Verfügungs- und Ausschliessungsrechte an genetischen Ressourcen, speziell die Patentierung, sind seit Jahrzehnten kontrovers. Neu dagegen ist die ethische Beschäftigung mit digitalen Sequenzinformationen (DSI), also elektronisch gespeicherten, «immateriellen» Entsprechungen genetischer Ressourcen. Sind sie im Hinblick auf Eigentumsrechte genauso zu behandeln wie genetische Ressourcen im biochemischen Sinne? Oder haben sie einen anderen Status? Im Zentrum der Betrachtung steht das Nagoya-Protokoll mit seinem Grundsatz «freier Zugang und Vorteilsausgleich». Gilt dieser Grundsatz auch für DSI, und wenn ja, wie lässt sich seine Praktikabilität verbessern? Um sich dieser speziellen Problematik mit den nötigen Grundlagen zu nähern, werden zunächst das Eigentum in der westlichen Tradition, dann der Gemeinbesitz in Ländern des Südens, schliesslich die Idee des gemeinsamen Erbes der Menschheit philosophisch und vergleichend kulturgeschichtlich dargestellt. Dieser interkulturelle Ansatz zeigt sich auch in dem normativ zu Grunde gelegten Konzept der Befähigungsgerechtigkeit (capability approach).

Buchreihe 13_Otto Schäfer_Digitale Sequenzin formationen_2020_Web.pdf

PDF8.66 MB

31 December 2017

Precaution and Ethics. Handling risks, uncertainties and knowledge gaps in the regulation of new biotechnologies

This volume outlines and analyses ethical issues actualized by applying a precautionary approach to the regulation of new biotechnologies. It presents a novel way of categorizing and comparing biotechnologies from a precautionary standpoint. Based on this, it addresses underlying philosophical problems regarding the ethical assessment of decision-making under uncertainty and ignorance, and discusses how risks and possible benefits of such technologies should be balanced from an ethical standpoint. It argues on conceptual and ethical grounds for a technology neutral regulation as well as for a regulation that not only checks new technologies but also requires old, inferior ones to be phased out. It demonstrates how difficult ethical issues regarding the extent and ambition of precautionary policies need to be handled by such a regulation, and presents an overarching framwork for doing so.

Buchreihe 12_Christian Munthe_Precaution and Ethics_2017_Web.pdf

PDF1.76 MB

31 December 2014

Biosecurity und Publikationsfreiheit. Die Veröffentlichung heikler Forschungsdaten im Spannungsfeld von Freiheit und Sicherheit - eine grundrechtliche Analyse

Die Frage, ob bzw. unter welchen Umständen die Publikation von Forschungsdaten aufgrund deren Missbrauchspotentials beschränkt werden kann, hat in der jüngeren Vergangenheit an Aktualität gewonnen. Die vorliegende Studie beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen den Grundrechten der Forschenden einerseits und den Biosecurity-Risiken, die durch die Veröffentlichung heikler Forschungsdaten geschaffen werden, anderseits. Spezifische Herausforderungen resultieren dabei aufgrund von drei Umständen: Erstens lässt sich die Verbreitung von Wissen nicht auf dieselbe Weise kontrollieren wie jene von tangiblen Gütern. Zweitens liegt die Distribution wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht nur im Interesse der Forschenden, sondern auch im öffentlichen Interesse. Und drittens ist die Entscheidfindung auf diesem Gebiet mit verschiedenen Ungewissheiten konfrontiert. Im Hinblick auf deren Bewältigung wird nach der Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit in ausgewählten Referenzgebieten und ihrer Adaptierbarkeit auf die vorliegende Problematik gefragt.

Buchreihe 11_Daniela Thurnherr_Biosecurity_2014_Web.pdf

PDF4.64 MB

31 December 2012

Fische. Kognition, Bewusstsein und Schmerz - eine philosophische Perspektive

Das Bild vom Fisch hat sich durch die Forschung der letzten 20 Jahre erheblich verändert. Der Fisch gilt nicht mehr als Reflexmaschine, sondern als kognitives Wesen. Fische zeigen flexibles Verhalten, verfügen über ein gutes Gedächtnis, sind lernfähig und kooperieren. Neben kognitiven Fähigkeiten ist auch das Bewusstsein bei Fischen in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt, und zwar durch die Entdeckung, dass Fische über die Voraussetzungen verfügen, um Schmerzen zu empfinden. Dies hat zu einer Debatte darüber geführt, ob Fische wirklich Schmerzen empfinden. Das wirft nicht nur biologische, sondern auch philosophische Fragen auf: Was ist Schmerz? Was ist Bewusstsein? Wie können wir erkennen, ob ein Wesen bewusstes Empfinden hat?

Buchreihe 10_Markus Wild_Fische_2012_Web.pdf

PDF4.48 MB

30 December 2012

Fish: Nociception and pain - a biological perspective

This volume aims to critically evaluate the available evidence from biological studies if fish possess the capability for nociception, that is the sensing of a noxious stimulus, and for pain perception, that is the awareness of the noxious stimulus. Fish are often considered as “primitive”, reflex-driven vertebrates, with little cognitive capabilities and which lack the neuronal structures and functions being necessary for pain perception. Recent research is increasingly challenging this view. In contrast to nociception, the question of pain perception in fish is still controversially discussed. This volume reviews neuroanatomical, neurophysiological and behavioural evidence for or against the ability of fish to feel pain.

Buchreihe 9_Helmut Segner_Fish. Nociception_2012_Web.pdf

PDF2.89 MB

31 December 2011

Primaten. Ihr moralischer Status

Die Primaten als Tierordnung wurden in den letzten Jahren in ihrem rechtlichen und moralischen Status teils erheblich aufgewertet. Worauf gründet sich diese Neubewertung? Was leisten die ethischen Argumentationen, die ihr zugrunde liegen? Ist es der Affen Nähe und Ähnlichkeit zum Menschen, die sie so besonders im Tierreich machen? Oder sind sie ethisch gar nicht mehr als „Tiere“ zu behandeln, sondern als „Personen“? Diese Studie argumentiert auf dem Grund jener einzigartigen Fähigkeiten und Eigenschaften, die Primaten zu ganz besonderen Subjekten ihres Lebens macht. Von hier aus rechtfertigt sich ihr moralischer Status, ihre Würde, die sich vor neuen technischen Eingriffen zu bewähren hat.

Buchreihe 8_Peter Kunzmann et al_Primaten_2011_Web.pdf

PDF4.04 MB

31 December 2010

Animal Enhancement. Neue technische Möglichkeiten und ethische Fragen

Die derzeit intensiv geführte Debatte über ethische Aspekte des „Human Enhancement“ wirft auch ein neues Licht auf die wissenschaftlich-technische „Verbesserung“ von Tieren. Zwar ist „Animal Enhancement“ in vielerlei Hinsicht ein altbekanntes Phänomen. Vor allem in der Landwirtschaft werden Tiere seit langem gezielt verbessert, und einige Tierversuche lassen sich gleichfalls so begreifen. Während aber die Debatte um «Human Enhancement» stark von der Basisunterscheidung zwischen Heilen und Verbessern geprägt ist, ist diese Unterscheidung im Tierbereich weitgehend irrelevant. Durch aktuelle wissenschaftlich-technische Tendenzen ändern sich aber zumindest die Interventionstiefe und potenziell auch die ethische Bedeutung der Eingriffe. Als weltweit wohl erste Studie bietet dieses Buch einen breiten Überblick über Entwicklungen im Bereich der konvergierenden Technologien und Wissenschaften, die für „Animal Enhancement“ relevant sind, und diskutiert in diesem Zusammenhang zentrale ethische Fragen.

Buchreihe 7_Arianna Ferrari et al_Enhancement_2010_Web.pdf

PDF4.77 MB

31 December 2009

La vie artificielle. Le statut moral des êtres vivants artificiels

Ce volume pose la question du statut moral des êtres vivants artificiels. Il est important de déterminer le statut moral des différents organismes vivants, car c'est sur ce statut que nous nous appuyons pour savoir comment nous devons les traiter et quelles limites la morale est à même d’imposer à l'usage que nous en faisons. Jusqu'à présent, les êtres vivants que nous connaissions étaient tous naturels. Dans un avenir proche, il est fort probable que nous parvenions à produire des êtres vivants artificiels – c'est du moins le projet de la biologie synthétique. La question se pose alors de savoir si le caractère artificiel de ces êtres doit avoir un impact sur leur statut moral. Pour pouvoir y répondre, cet ouvrage commence par préciser ce que signifie l'attribution d'un statut moral à une entité. Puis, défendant une conception de la vie qui se veut en accord avec les sciences biologiques, il examine les différentes significations que prend l'opposition du naturel et de l'artificiel. En conclusion, il montre que le fait qu'un organisme vivant soit naturel ou artificiel ne doit avoir aucun impact sur son statut moral.

Buchreihe 6_Bernard Baertschi_La vie artificielle_2009_Web.pdf

PDF4.63 MB

31 December 2009

Synthetische Biologie. Eine ethisch-philosophische Analyse

Die Synthetische Biologie hat, ähnlich wie die Physik und Chemie, nicht nur die Analyse, sondern auch den Nach- und Neubau ihrer Gegenstände zum Ziel. Mit der Vision von der Erschaffung neuer einzelliger Lebensformen rückt dieses sich gerade etablierende Forschungsfeld Lebendiges in den Bereich technischer Erzeugbarkeit. Dieser Band untersucht mögliche Folgen für unser Verständnis von Leben und für unser Verhältnis zu Leben. Metaphern wie «living machine» verdeutlichen, wie unklar der ontologische Status des neu geformten Lebendigen werden kann. Darüber hinaus wird der Schritt von der gentechnischen Manipulation zur Kreation neuer Lebensformen Konsequenzen für das menschliche Selbstverständnis haben. In ethischer Hinsicht werden Missbrauchsgefahren bei z.B. pathogenen synthetischen Organismen diskutiert und Risiken der unkontrollierten Verbreitung synthetischer Organismen geprüft. Die aus der Gentechnik bekannten Regularien werden durch die Synthetische Biologie einer Bewährungsprobe ausgesetzt. Um die spezifischen ethischen Probleme der synthetischen Biologie in den Blick zu bekommen, werden Forschungsfeld und Anwendungsgebiete differenziert und die zentralen ethischen Rückfragen systematisiert.

Buchreihe 5_Joachim Boldt et al_Synthetische_Biologie_2008_Web.pdf

PDF4.74 MB

31 December 2008

Ethik des Risikos. Begriffe, Situationen, Entscheidungstheorien und Aspekte

Die Risikoethik befasst sich mit der ethischen Bewertung von Handlungsentscheidungen in Situationen des Risikos, d.h. Handlungsentscheidungen, deren Umsetzung mit Unsicherheit verbunden ist. Welchen Risiken darf eine Person sich selbst und andere aussetzen? Um einer Antwort auf diese Frage näher zu kommen, werden im ersten Teil die wesentlichen risikoethischen Begriffe definiert sowie verschiedene Risikosituationen voneinander abgegrenzt. Im zweiten Teil werden drei unterschiedliche Entscheidungstheorien der Risikoethik (Bayesianische Entscheidungstheorie, Maximin-Prinzip, Precautionary Principle) vorgestellt und deren jeweilige Implikationen diskutiert. Die risikoethischen Entscheidungstheorien umfassen Positionen, die von einem durch Rationalität geprägten Ansatz bis hin zu einem Ansatz reichen, welcher die Vermeidung des worst case anstrebt. Im dritten Teil werden schliesslich Aspekte, die für die risikoethische Debatte von hoher Bedeutung sind, thematisiert und ansatzweise ausgeführt, beispielsweise die Funktion der Zustimmung und der Kompensation, Individualrechte sowie die Eigentumsrechte an Risiken und deren Verteilung.

Buchreihe 4_Benjamin Rath_Ethik des Risikos_2008_Web.pdf

PDF1.11 MB

31 December 2007

Leben. Eine philosophische Untersuchung

Dieser Band befasst sich philosophisch mit der Frage "Was ist Leben?" Um den Antwortrahmen abzustecken, wird zunächst gezeigt, warum diese Frage so schwierig zu beantworten ist und warum auch und gerade die Biowissenschaft, welche sich zumindest ihrem Namen nach mit dem Leben beschäftigt, wenig zur Aufklärung dieser Frage beiträgt. Im Unterschied dazu finden wir in der Philosophie, und zwar von ihrem Beginn an, eine überaus intensive Beschäftigung mit der Frage nach dem Leben. Biophilosophische Theorien des 20. Jahrhunderts greifen in origineller Weise auf diese Positionen zurück und machen von unterschiedlichsten Ansätzen ausgehend die Selbstbezüglichkeit von Leben deutlich. Der so gewonnene Lebens-Begriff wird an Entwürfen "künstlichen Lebens" getestet, also an den Entwürfen der Computerwissenschaft und den Projekten der Synthetischen Biologie. Dabei wird untersucht, ob und inwiefern der Lebens-Begriff hier anwendbar ist. Zum Abschluss der Untersuchung wird die Selbstbezüglichkeit von Lebendigem noch einmal aufgegriffen. Jüngste naturwissenschaftliche Beobachtungen lassen sich demnach dahingehend deuten, dass Leben sich in der Stiftung von Sinn und Bedeutung artikuliert. Diese Auffassung wird von der Biosemiotik erläutert.

Buchreihe 3_Andreas Brenner_Leben_2007_Web.pdf

PDF6.76 MB

31 December 2007

Die Pflanze. Moderne Konzepte der Biologie

Dieser Band befasst sich aus der Sicht der modernen Biologie mit Pflanzen und deren Unterscheidung von Tieren. Die Schweizerische Gesetzgebung verlangt, dass nicht nur bei Tieren, sondern auch bei Pflanzen die Würde der Kreatur geachtet wird. Während es bei Tieren gewisse Anhaltspunkte gibt, worin ihre Würde besteht, stellt sich bei Pflanzen die Frage, welche ihrer Eigenschaften Würde begründen könnten. Pflanzen werden im Unterschied zu Tieren stärker als blosse Objekte wahrgenommen und nicht als Lebewesen, die um ihrer selbst willen zu achten und zu schützen sind. Zuerst wird dargelegt, dass Pflanzen und Tiere eine lange gemeinsame Entwicklungsgeschichte haben. Auch wenn sie sich in ihrer Organisation zwar grundsätzlich unterscheiden, so sind sie sich hinsichtlich ihrer zellulären Strukturen und dem Grad ihrer Komplexität doch sehr ähnlich. Anschliessend werden die Fähigkeiten von Pflanzen beschrieben. Informationen aus ihrer Umgebung aufzunehmen, zu speichern und darauf zu reagieren. Vor diesem Hintergrund wird argumentiert, dass die Unterschiede zwischen Pflanzen und Tieren lediglich gradueller Natur sind. Aus biologischer Sicht kann keine Höherentwicklung von Tieren im Vergleich zu Pflanzen postuliert werden.

Buchreihe 2_Jürg Stöcklin_Die Pflanze_2007_Web.pdf

PDF5.00 MB

31 December 2006

Nano-Biotechnologie. Eine ethische Auslegeordnung

Ziel der Nanobiotechnologie ist zum einen die Anwendung von nanotechnologischen Entwicklungen in den Lebenswissenschaften ("Nano2Bio"); zum anderen die Nutzung biologischer Materialien und Baupläne zur Herstellung technischer Nanosysteme ("Bio2Nano"). Nach einigen einleitenden Bemerkungen zur Nanotechnologie im Allgemeinen geht es im ersten Teil darum, das enorme Potenzial der Nanobiotechnologie anhand von (möglichen) Anwendungen in der Biomimetik, Medizin, Landwirtschaft und Ernährung ("Nano-Food") deutlich zu machen. Der zweite Teil ist einer Darstellung der in der Literatur diskutierten ethischen Aspekte der Nanobiotechnologie gewidmet. Hierbei handelt es sich um die Aspekte Risiken für Mensch und Umwelt, Gerechtigkeit ("Nano-Divide"), militärische Anwendungen, Datenschutz, Nanomedizin und Enhancement. Die für jeden Aspekt spezifischen ethischen Probleme werden auf eine Weise erläutert, die, ohne Antworten zu liefern, helfen soll, die Diskussion über den ethisch angemessenen Umgang mit der Nanobiotechnologie besser zu strukturieren.

Buchreihe 1_Andreas Bachmann_Nanobiotechnologie_2006_Web.pdf

PDF4.83 MB