Die Pflanze - Moderne Konzepte der Biologie

Beiträge zur Ethik und Biotechnologie, Band 2 (2007)

Dieser Band der Reihe "Beiträge zur Ethik und Biotechnologie" befasst sich aus der Sicht der modernen Biologie mit Pflanzen und deren Unterscheidung von Tieren.

Die Schweizerische Gesetzgebung verlangt, dass nicht nur bei Tieren, sondern auch bei Pflanzen die Würde der Kreatur geachtet wird. Während es bei Tieren gewisse Anhaltspunkte gibt, worin ihre Würde besteht, stellt sich bei Pflanzen die Frage, welche ihrer Eigenschaften Würde begründen könnten.
Pflanzen werden im Unterschied zu Tieren stärker als blosse Objekte wahrgenommen und nicht als Lebewesen, die um ihrer selbst willen zu achten und zu schützen sind.

Zuerst wird dargelegt, dass Pflanzen und Tiere eine lange gemeinsame Entwicklungsgeschichte haben. Auch wenn sie sich in ihrer Organisation zwar grundsätzlich unterscheiden, so sind sie sich hinsichtlich ihrer zellulären Strukturen und dem Grad ihrer Komplexität doch sehr ähnlich.

Anschliessend werden die Fähigkeiten von Pflanzen beschrieben. Informationen aus ihrer Umgebung aufzunehmen, zu speichern und darauf zu reagieren. Vor diesem Hintergrund wird argumentiert, dass die Unterschiede zwischen Pflanzen und Tieren lediglich gradueller Natur sind. Aus biologischer Sicht kann keine Höherentwicklung von Tieren im Vergleich zu Pflanzen postuliert werden.

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Letztes Update: 23.11.2018

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Autor

PD Dr. Jürg Stöcklin ist Privatdozent für Botanik und Forschungsgruppenleiter am Botanischen Institut der Universität Basel. Seine Arbeitsgebiete sind die Ökologie und Populationsgenetik von Pflanzen sowie evolutionsbiologische Fragestellungen.