Ethischer Umgang mit Fischen (Dezember 2014)

Die Nachfrage nach Speisefisch nimmt stetig zu. Der grösste Teil der Fische wird importiert und stammt aus Wildfang und Zuchten. Auch in der Schweiz ist geplant, Meeres- und Süsswasserfische vermehrt in Aquakulturen zu züchten, um den inländischen Markt zu beliefern.

Parallel zu dieser Entwicklung befasst sich die Forschung seit einiger Zeit vertieft mit der Frage nach dem Schmerzempfinden bei Fischen. Ihre Ergebnisse haben eine Kontroverse über die Methoden der Haltung und Tötung von Fischen in Gang gesetzt.

Angesichts der Probleme der Überfischung und der Intensivierung der Fischzucht ist der öffentliche Diskurs hauptsächlich geprägt von den Fragen nach einer ressourcenschonenden, umwelt- und sozialverträglichen («nachhaltigen») Nutzung von Fischen sowie nach einer Produktion von Nahrungsmitteln, die die menschliche Gesundheit und Umwelt nicht gefährden. Die Fragen nach dem moralischen Status von Fischen und ob wir gegenüber dem einzelnen Fisch ethische Pflichten haben, bleiben weitgehend ausgeblendet. Müssen wir Fische moralisch berücksichtigen, unabhängig davon, ob sie uns nützen? Welche Kriterien entscheiden darüber? Und erfüllen Fische diese Kriterien?

Die Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH ist diesen Fragen nachgegangen. Wir laden Sie herzlich ein zur Präsentation des Berichts

 
„Ethischer Umgang mit Fischen“

Montag, 1. Dezember 2014, 10.30 – ca. 12.00 Uhr
mit anschliessendem Apéro

Kultur-Casino, Burgerratssaal, Herrengasse 25, Bern (Telefon 031 328 02 28)

Aus organisatorischen Gründen sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie sich bis 24. November 2014 anmelden.

 

Programm

Ab 10.00 Uhr

Kaffee

10.30Uhr

Begrüssung und Einführung in den Kontext der Diskussion (Georg Pfleiderer)

10.40 Uhr

Kurzreferate:

  • Neuere wissenschaftliche Studien über das Schmerzempfinden und kognitive Fähigkeiten vvon Fischen (Jean-Marc Neuhaus)
  • Überlegungen zum moralischen Status von Fischen (Véronique Zanetti)
  • Praktische Folgen für einen ethisch vertretbaren Umgang mit Fischen und Empfehlungen der EKAH (Georg Pfleiderer)

11.10 Uhr

Fragen und Diskussion. Leitung der Diskussion: Georg Pfleiderer

11.45 Uhr

Apéro; Gelegenheit zu Gesprächen mit den Kommissionsmitgliedern

 

 

Zum SeitenanfangLetzte Änderung: 23.08.2016

Kontakt

Sekretariat der EKAH
ekah(at)bafu.admin.ch 
Tel.: +41 (0)58 463 83 83

Postadresse

Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH
c/o Bundesamt für Umwelt
CH-3003 Bern
Schweiz

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CH-3003 Bern

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Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie sich bis 24. November 2014 anmelden.